Trickbetrug gescheitert - Zwei Personen festgenommen


Dank dem schnellen handeln einer 79-Jährigen gelang es der Polizei zwei Trickbetrüger auf frischer Tat festzunehmen. Die beiden wurden bereits wegen ähnlicher Delikte per Haftbefehl gesucht.

 

 

Eine 79-jährige Frau wurde gestern gegen 12.30 Uhr von einer ihr unbekannten Frau angerufen, die sich als Mitarbeiterin der Landeszentralbank ausgab und sie um Mithilfe in einem Falschgeldverfahren bat. Die Frau sollte mehrere tausend Euro von ihrem Konto abheben, die dann nach Angaben der Fremden von Kriminalbeamten überprüft werden sollten.

Die 79-Jährige verständigte die Polizei.|Foto: Symbolbild /Kriminalreport
Die 79-Jährige verständigte die Polizei.|Foto: Symbolbild /Kriminalreport

Die ältere Dame wurde sofort stutzig und informierte die Polizei. Bei einer vereinbarten Geldabholung um 14 Uhr erschien dann ein 22-Jähriger an der Wohnung in der Lilly-Braun-Straße und gab sich als Polizist aus. Blöd für ihn, dass bereits die echte Polizei in der Wohnung wartete. Die Beamten nahmen den sich heftig wehrenden 22-Jährigen fest. Dabei erlitt er leichte Verletzungen, die von einem Rettungswagen vor Ort behandelt wurden. Nach Angaben der Polizei konnten die Beamten bei dem jungen Mann ein Funkgerät und ein selbst gebastelten "Polizeiausweis" sicherstellen. 

"In einem vor dem Haus wartenden Mercedes stellten die Beamten wenig später noch einen 19-Jährigen fest.", so die Polizei. Bei dem Mann habe sich das passende Gegenstück zu dem Funkgerät des 22-Jährigen befunden. Auch der 19-Jährige wurde festgenommen und das Auto beschlagnahmt. Beide Festgenommenen sind bereits wegen ähnlicher Taten in Erscheinung getreten und wurden per Haftbefehl gesucht, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen dazu dauern an.


Hinweise der Polizei:

  • Seien Sie bei solchen Anrufen misstrauisch!

  • Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion, denn Sie landen wieder im Callcenter!

  • Wählen Sie die 110, Sie brauchen keine 030 vorwählen, oder rufen Sie Ihren Wohnortabschnitt an und teilen Sie das Geschehene mit! Die Telefonnummern des zuständigen Abschnitts finden Sie oft im Treppenhaus!

  • Polizeibeamtinnen und -beamte fragen am Telefon, ohne dass von Ihnen vorher eine Anzeige erstattet wurde, nicht nach Wertgegenständen!

  • Die wirksamste Maßnahme zur Verhinderung solcher Taten ist die Löschung Ihres Telefonbucheintrags.

  • Lassen Sie sich von bei Ihnen erscheinenden Einsatzkräften, ob in Uniform oder Zivil, die Dienstausweise zeigen!

  • Ziehen Sie Nachbarn oder Verwandte hinzu, denen Sie vertrauen!

Weitere Informationen zu den Dienstausweisen und Kriminaldienstmarken der Polizei Berlin, zu Trickdiebstahl und -betrug in der Wohnung und zur Seniorensicherheit befinden sich auf der Internetseite der Polizei Berlin.

Die Telefonnummern und Adressen der jeweilig zuständigen Polizeiabschnitte finden sie hier(LINK).

 

Die Ansprechpartner für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes sind für weitere Fragen telefonisch unter der Rufnummer (030) 4664 – 979 222 zu erreichen.

Zudem führt die Polizei einmal im Monat Informationsveranstaltungen durch, die mit vorheriger Anmeldung besucht werden können.

Weitere Hinweise zu Trickdiebstahl und Trickbetrug in der Wohnung finden Sie auf der Internetseite der Polizei Berlin.

 



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