Propangas Austritt - Landkreis probt den Ernstfall


Der Landkreis Märkisch Oderland übte heut den Ernstfall in Hoppegarten. Das Szenario : In einer Umfüllstation für Tanklastwagen strömt Propangas aus. 

 

 

Der Landkreis Märkisch Oderland führte am Samstagmorgen eine Übung mit den örtlichen und überörtlichen Feuerwehreinheiten, sowie mit den Einheiten des Katastrophenschutzes, durch. 

Feuerwehrleute kühlen den Tanklaster.|Foto: Christopher Sebastian Harms
Feuerwehrleute kühlen den Tanklaster.|Foto: Christopher Sebastian Harms

Das Szenario der Übung: An einer Umfüllstation für Tanklastwagen in der Industriestraße in Hoppegarten kam es zu einem Unfall. Aus ungeklärter Ursache bildet sich am Behälter des Tanklastwagens ein Riss aus dem Propangas entweicht. Wie auch in der Übung würde das ausweichende Gas im Real-Fall von einem Detektor erkannt werden. Der Alarm läuft dann bei dem Füllstellenleiter der PROGAS GmbH auf, der dann die Feuerwehr alarmiert.

Einsatzleiter und Bürgermeister beraten sich.|Foto: Christopher Sebastian Harms
Einsatzleiter und Bürgermeister beraten sich.|Foto: Christopher Sebastian Harms

Ein Teil der Übung war auch die Versorgung mehrerer verletzter Personen, die sich in unmittelbarer Nähe befanden. Die Personen wurden später den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft übergeben, die auch im Real-Fall die weitere Behandlung der Verletzten übernehmen würde.

Feuerwehrleute retten eine Person aus dem Gefahrenbereich.|Foto: Christopher Sebastian Harms
Feuerwehrleute retten eine Person aus dem Gefahrenbereich.|Foto: Christopher Sebastian Harms

Das Hauptziel der Übung war die Überprüfung der Notfallpläne des Landkreises. Wegen der hohen Explosionsgefahr sind solche Einsätze in einem Real-Fall besonders gefährlich. In der Umfüllstation Lagern rund 350 Tonnen Propangas, was im Ernstfall zu einer Katastrophe führen würde. Deshalb wurde auch die schnelle Evakuierung der Umgebung, sowie das Zusammenspiel zwischen den Feuerwehren, Katastrophenschutzeinheiten und den Hilfsorganisationen geprobt. 

Warnschild "Feuer- und Explosionsgefahr!".|Foto: Christopher Sebastian Harms
Warnschild "Feuer- und Explosionsgefahr!".|Foto: Christopher Sebastian Harms

"Wir hatten bis zum heutigen Tag keinen Störfall in einem unserer Großlager, begrüßen aber die Initiative des Landkreises und sind gern bereit, Teil dieser Sicherheitsübung zu sein", sagt Uwe Uhlenbrok, Bereichsleiter Technik von PROGAS. Hartmund Sommer, der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzes in Märkisch-Oderland erläutert weiter, dass "ein wirksames und effektives Zusammenspiel aller Einsatzkräfte, im Ernstfall nur gelingen kann, wenn zuvor unter wirklichkeitsnahen Bedingungen geprobt wurde."



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